03.12.2018 | Geld & Recht 1200 Euro pro Jahr: Kabinett beschließt Familienzuschuss

Der Freistaat wird in Zukunft Familien mit Kindern finanziell unterstützen. Der Krippen- und Kindergartenbesuch wird mit 100 Euro pro Monat bezuschusst. Bisher gab es die Beihilfe nur im dritten Kindergartenjahr.

Symbolbild

Damit die von CSU und Freien Wählern vereinbarte Entlastung von Familien mit kleinen Kindern um bis zu 1200 Euro pro Jahr und Kind greifen kann, muss nun aber noch der Landtag zustimmen. Geplant ist die Entlastung der Eltern ab 1. April 2019. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sprachen am Montag von einem «guten Signal». Jährlich wird den Freistaat die Bezuschussung rund 290 Millionen Euro kosten.

Konkret will die neue Koalition den Krippen- und Kindergartenbesuch durchgängig mit 100 Euro pro Monat und Kind bezuschussen. Bislang gibt es den Zuschuss bereits für das dritte Kindergartenjahr, künftig wird es den Zuschuss auch im ersten und zweiten Jahr geben. Zudem sollen ab 2020 auch Eltern ein- und zweijähriger Kinder, die eine Krippe oder Tagesbetreuung besuchen, 100 Euro pro Monat bekommen. Damit hatten sich die Freien Wähler bei der Koalitionsverhandlung durchgesetzt. Auf Wunsch der CSU bleibt es aber auch beim bayerischen Familiengeld für Eltern aller ein- und zweijährigen Kinder.

+++ Starthilfe für Hebammen +++ 

Außerdem hat das Kabinett das sogenannte "Gründerpaket für Hebammen" beschlossen. Sie sollen in Zukunft 5000 Euro für den Start in den Beruf bekommen. Damit möchte der Freistaat dem Hebammen-Mangel in Bayern entgegenwirken. Mit dem finanziellen Anreiz soll Geburtshelfern im Freistaat der Einstieg in den Beruf erleichtert werden. Zudem soll es mehr akademische Ausbildungsorte in Bayern geben und die Schließung von Geburtshilfestationen soll verhindert werden. Die Auszahlung der Prämie ist zum Ende des Ausbildungsjahres ab September 2019 vorgesehen.

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