21.01.2021 | Gesundheit FFP2-Masken wiederverwenden: Das muss man beachten

Mit dem 25. Januar 2021 endet die Kulanzwoche der Bayerischen Staatsregierung bei der Ahndung von Verstößen gegen die FFP2-Maskenpflicht. Diese sind aber oft teuer, weshalb sie viele gerne wiederverwenden würden. Wir erklären euch wie.

Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Seit dem 18. Januar 2021 gilt in Bayern eine verschärfte FFP2-Maskenpflicht für den ÖPNV und Geschäfte. Nach einer sogenannten Kulanzwoche ohne Strafen gegen Verstöße, wird die Maskenpflicht ab dem 25. Januar 2021 dann vollständig geahndet. 

Wiederverwenden

Weil FFP2-Masken aber nicht gerade günstig sind und man auch keine Möglichkeit hat sie selber zu nähen, wie es bei den Community-Masken der Fall war, wollen viele die Masken wiederverwenden. Wie man die Maske am besten zur Wiederverwendung aufbereitet, zeigt uns dabei eine Studie der FH Münster, gefördert vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Nur für private Zwecke

Grundsätzlich gilt dabei, dass FFP2-Masken eigentlich nur zur einmaligen Verwendung gedacht sind und die Tipps der Forscher nur für den privaten Gebrauch vorgesehen sind. Am Arbeitsplatz sind wiederverwendete Masken beispielsweise nicht zugelassen. 

Immer nur die eigene Maske

Ein weiterer Grundsatz, der auch weiterhin bestand hat ist, dass wir stets darauf achten sollten unsere eigenen Masken zu tragen und zu desinfizieren und sie auch innerhalb eines Haushaltes nicht zu vertauschen.

80 Grad im Backofen

Bei seinen Studien, hat das interdisziplinäre Team der FH Münster zwei Wege ermittelt, wie man seine FFP2-Maske sicher aufbereiten kann. Der erste ist die Maske für eine Stunde bei 80 Grad in den Ofen zu legen. Ist die Temperatur niedriger, kann die Hitze mögliche Corona-Viren nicht deaktivieren. Ist die Hitze zu hoch, kann sich die Maske verformen und kaputt gehen. Wichtig ist außerdem, dass man die Maske vor der Aufbereitung im Ofen einen Tag lang trocknen lässt und sie danach auf mögliche Schäden kontrolliert. Masken mit Atemventil oder anderen Plastikzusätzen, die schmelzen könnten, eignen sich nicht dafür. Laut der FH Münster kann man mit dieser Methode eine Maske bis zu fünf mal virenfrei machen, danach sollte sie endgültig entsorgt werden. 

Eine Woche lufttrocknen 

Die zweite Herangehensweise, die die Forscher ermitteln konnten, ist die Maske sieben Tage lang aufzuhängen und lufttrocknen zu lassen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Masken in einem Raum mit geringer Luftfeuchtigkeit, also nicht gerade der Küche oder dem Bad, hängen. So lange können Corona-Viren nämlich noch an der Maske aktiv sein bis sie absterben und man die Maske wiederverwenden kann. Auch bei diesem Vorgehen sollte man darauf achten, dass man die Masken nicht vertauscht sondern klar kennzeichnet und Kinder von ihnen fernhält. Nach maximal fünf Anwendungen, sollte die Maske dann ersetzt werden. 

Alles in Allem...

...ist der Gebrauch der FFP2-Maske grundsätzlich für den einmaligen Gebrauch von 8 Stunden am Stück gedacht. Durch die genannten Methoden, kann man sie allerdings für den privaten Gebrauch im ÖPNV oder im Geschäft wiederverwenden. Am Arbeitsplatz geht das allerdings nicht. Auch eine Garantie für eine 100-prozentige Sicherheit nach den angegebenen Desinfektionsmethoden gibt es nicht. Ist man Risikopatient, wurde angehustet oder findet man Schäden an der Maske, sollte man diese umgehend entsorgen.

Mehr Infos rund um die FFP2-Maskenpflicht sowie ein ausführliches FAQ zu dem Thema findet ihr hier.