10.07.2020 | Gesundheit Keine Sorge Mädels: Pilzerkrankungen im Intimbereich einfach behandeln

Eine Pilzerkrankung am Körper ist ja grundsätzlich schon mal eine unangenehme Geschichte. Doppelt ungünstig, wenn sie im Intimbereich auftritt. Was ihr dagegen tun könnt & warum ihr euch gar nicht schämen müsst, erfahrt ihr hier!

Eine Pilzerkrankung des menschlichen Körpers ist dem Betroffenen stets unangenehm. Dies gilt besonders, wenn der Intimbereich die betroffene Stelle ist. Selbst bei einer gründlichen, täglichen Hygiene lässt sich die Ausbreitung von Scheidenpilz unter manchen Umständen nicht verhindern. Bevor es zu einer vaginalen Infektion kommt, lässt sich mit rechtzeitigen Maßnahmen und Medikamenten die Pilzerkrankung effektiv bekämpfen.

Wie entsteht die Pilzerkrankung im Intimbereich?

Was im Volksmund als Scheidenpilz bezeichnet wird, ist fast immer ein Befall der empfindlichen vaginalen Schleimhaut mit dem Hefepilz Candida albicans. Eine Ausbreitung der Pilzerkrankung ist bei einer gesunden Darm- und Scheidenflora selten. Der PH-Wert der Schleimhäute ist eher sauer, was der Verbreitung von Pilzen und sonstigen Erregern entgegenwirkt.

Kommt es zu einem gestörten Milieu der Schleimhäute, kann sich der Körper schlechter gegen eine solche Verbreitung wehren. Diese kann den gesamten Intimbereich einer Frau betreffen und bei unsachgemäßer Hygiene über den After in den Darm gelangen. Wie ihr über weitere Experten-Tipps aus unserem Bereich Gesundheit wisst, können bereits eine einseitige Ernährung oder alltäglicher Stress zur Störung der Darm- und Scheidenflora beitragen.

Keine unnötige Scham notwendig

Der Pilzbefall der Scheide macht sich besonders durch einen Juckreiz im Intimbereich bemerkbar. Auch Männer kennen diesen unangenehmen Juckreiz, wobei die Pilzerkrankung vorrangig die Schleimhaut der Eichel betrifft. Wird ein Befall von Candida albicans angenommen, ist die Scham der Betroffenen groß. Der Pilz steht schließlich mit einer ausbleibenden oder mangelhaften Intim-Hygiene verbunden.

Eine Scham dieser Art ist jedoch nicht notwendig, da viele weitere Faktoren für eine Ausbreitung des Pilzes sorgen können. Ein schlechtes Immunsystem, Diabetes oder eine Schwangerschaft sind häufige Faktoren, die eine Ausbreitung des Pilzes fördern. Trotzdem sollte überlegt werden, wie es zum Pilzbefall kam. Dies kann beispielsweise die Nutzung einer öffentlichen Toilette sein, genauso wie der Geschlechtsverkehr mit einer bereits betroffenen Person.

Medikamentöse Behandlung sehr erfolgreich

So unangenehm der Juckreiz und die hiermit verbundene Scham ist, so einfach ist die Behandlung von Scheidenpilz im Intimbereich. Sofern es sich um Candida albicans handelt, lassen sich in der Apotheke viele wirksame Präparate kaufen. Diese werden als Creme aufgetragen und wirken aktiv gegen den Hefepilz. Oft ist der Pilzbefall schon nach wenigen Tagen verschwunden und der Juckreiz hört auf.

Sollte die Scheide bereits großflächig betroffen sein, ist eine Hilfe von innen unerlässlich. Neben der Einnahme von Tabletten werden Zäpfchen angeboten, die mittels Applikator in die Scheide eingeführt werden. Hier entfaltet sich der Wirkstoff direkt und nimmt eine aktive Bekämpfung der Hefepilze vor.

Sofern die Anwendung eines Antimyotikums gegen Candida albicans keine Linderung bringt, dürfte eine andere Pilzerkrankung vorliegen. Gerade frei verkäufliche Produkte sind explizit auf die Bekämpfung von Candida albicans abgestimmt und wirken nicht gegen andere Pilze. Bei ausbleibendem Erfolg und dauerhaftem Juckreiz ist der Besuch beim Facharzt anzuraten.

Mit der richtigen Hygiene vorbeugen

Um das Risiko Scheidenpilz auf ein Minimum zu reduzieren, ist eine gründliche Intimhygiene die beste Prävention. Dies gilt besonders nach dem Sex oder der Nutzung einer fremden Toilette. Durch wertvolle Tipps für die Intimpflege, beispielsweise die Verwendung einer Seife mit einem leicht sauren PH-Wert, lässt sich die Scheidenflora widerstandsfähig und gesund halten. Hierzu gehört außerdem die gesamte, bewusste Lebensführung, die schlimmstenfalls das Risiko einer Infektion mit sonstigen Erregern neben Scheidenpilz erhöht.