28.05.2020 | Reise Campingplätze öffnen an Pfingsten: Was es zu beachten gilt

Kein anderes Bundesland hat so viele Campingplätze wie Bayern – und die dürfen ab dem 30. Mai wieder öffnen. Was auf den Plätzen möglich ist und wo es noch Einschränkungen gibt, lest ihr hier.

Foto: Martin Schutt/dpa

Auch bei uns in Bayern dürfen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze ab dem 30. Mai wieder öffnen – pünktlich zu Start der Pfingstferien. Dauercamper sind schon seit dem 11. Mai zurück in ihren Parzellen.

Zwar sind die Campingplätze dann wieder in allen Bundesländern geöffnet, trotzdem gibt es keine allgemein gültigen Vorgaben für alle, denn die Länder regeln die Corona-Maßnahme für sich.

Camping als Trend

In den vergangenen zehn Jahren sind die Übernachtungszahlen um rund 70 Prozent gestiegen. Und auch in den kommenden Monaten wird auf den Campingplätzen einiges los sein: Als die Regierung verkündete, dass Camping wieder möglich sein wird, gab es viele Buchungen für Pfingsten und die Sommerferien, verrät Christian Günther, Geschäftsführer des Bundesverbands der Campingwirtschaft in Deutschland. Das gelte Insbesondere für klassische Ferienregionen wie Bayern. Daher die Empfehlung des Verbands: Immer im Voraus buchen, damit ihr auch wirklich einen Platz bekommt. Denn bei Campingplätzen wie auch Hotels wird nur 50 bis 70 Prozent der Maximalkapazität genutzt.

Für Jürgen Schmude, Professor für Tourismuswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist es nicht überraschend, dass Camping so beliebt ist: „Das gibt Sicherheit, weil man nicht immer im öffentlichen Raum ist, einen Rückzugsort hat.“

Foto: Frank Molter/dpa
Warum die Hygienemaßnahmen für Camper so wichtig sind

In Beherbergungsbetrieben kommen oft viele Menschen auf recht engem Raum zusammen und benutzen auch die Einrichtung gemeinsam oder kurz hintereinander. Deshalb bestehe „eine relativ hohe abstrakte Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern“, warnt die Bayerische Staatsregierung

Daher ist es wichtig, dass sich Betreiber und Besucher an die allgemeinen Hygieneregeln (Maske, Abstand, Niesetikette) halten – und an das Schutzkonzept des jeweiligen Hotels oder Campingplatzes, das auf diesem Rahmen aufbaut.

Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit hohen Geldstrafen und bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe rechnen. Werden Krankheitserreger fahrlässig verbreitet, drohen noch härtere Strafen. 

Was es zu beachten gilt
Maskenpflicht 

In allen Bereichen, die von vielen Menschen genutzt werden, müssen sowohl Personal als auch Gäste einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Auf weitläufigen Außengeländen dürft ihr die Maske abnehmen, solange ihr auf 1,5 Meter Mindestabstand achtet.

Kontaktbeschränkungen

Die gelten auch bei Übernachtungen. „Eine Wohnung oder ein Zimmer beziehen nur Gäste, denen der Kontakt zueinander erlaubt ist – wie etwa Angehörige eines Haushalts oder Lebenspartner. Gruppenübernachtungen sind derzeit nicht möglich“, heißt es seitens der Staatsregierung

Duschen und Klos

Die Staatsregierung hat beschlossen, dass jede Wohneinheit, also auch jeder Wohnwagen oder jedes Wohnmobil, über eine eigene Sanitäreinrichtung verfügen muss. Bei Gemeinschaftsanlagen können die Betriebe laut des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands den Gästen auch bestimmte Zeiten zuteilen, in denen sie das Bad benutzen dürfen – das muss davor und danach aber gründlich gereinigt werden.