26.09.2022 | Verbraucherschutz Gedächtnistrick: So merkt ihr euch PIN-Codes ganz einfach

Auch in Bayern steigen die Betrugsmaschen! Betrügerbanden haben es meist einfach, wenn die Opfer einfache Geheimzahlen verwenden. Damit ihr gut geschützt seid, haben wir einen leichten Gedächtnistrick für euch.

Foto: Volodymyr Kondriianenko/unsplash

Ist euer PIN-Code "1234"? Nein? Was ist mit "1111"? Ob ihr es glaubt oder nicht, dies sind zwei der beliebtesten PIN-Codes, die Menschen verwenden. Wir müssen uns viele unterschiedliche Zahlenkombinationen merken - und oft scheitert es an der Kreativität. Wie können wir uns die Zahlen merken? Hierfür gibt es einen leichten Trick.

Die zehn häufigsten PIN-Codes:

Das hat die Sicherheitsfirma DataGenetics herausgefunden:

1. 1234 (10.713%)

2. 1111 (6.016%)

3. 0000 (1.881%)

4. 1212 (1.197%)

5. 7777 (0.745%)

6. 1004 (0.616%)

7. 2000 (0.613%)

8. 4444 (0.526%)

9. 2222 (0.516%)

10. 6969 (0.512%)

Die zehn seltensten PIN-Codes:

1. 8957 (0.001042%)

2. 9480 (0.001042%)

3. 6793 (0.001012%)

4. 8398 (0.000982%)

5. 0738 (0.000982%)

6. 7637 (0.000953%)

7. 6835 (0.000953%)

8. 9629 (0.000953%)

9. 8093 (0.000893%)

10. 8068 (0.000744%)

Symbole leichter abzuspeichern

Geschichten bleiben in unserem Gedächtnis hängen. Viel eher, als es bloße Fakten tun. Wir denken also in Bildern, denn mit Worten lassen sich leichter Bilder assoziieren - Zahlen dagegen sind abstrakt.

„Nur wenn wir das bildhafte (...) Gedächtnis erreichen, können wir Menschen zu einer Verhaltensänderung bewegen.“, 

so der Neurowissenschaftler Ernst Pöppel. George Lakoff, ein US-amerikanischer Linguist, hat heraus gefunden, dass Metaphern oft auf körperlichen Erfahrungen beruhen. Wenn jemand beispielsweise liebenswürdig ist, bezeichnen wir ihn als warmherzig. Ist jemand abweisend, zeigt er die kalte Schulter. Im Gehirn geschieht dann folgendes: Die Nervenzellen für das Empfinden von Wärme werden verknüpft mit dem Empfinden von Zuneigung. Diese neuronalen Verbindungen werden oft wiederholt, es entsteht eine robuste „Datenbahn“, schreibt Michael Kühl-Lenjer, Mitglied der Akademie für neurowissenschaftliches Bildungsmanagement.

Aus Zahlen Geschichten erzählen

Kreiert also um euch eure vielen PINs zu merken, Geschichten aus den Zahlensymbolen. Dabei wird jede Zahl einem Gegenstand zugeordnet. Dieser Gegenstand steht in irgendeinen Bezug zu der Zahl:

  • 0: Die Form der Null sieht aus wie ein Ei.
  • 1: Die Eins sieht aus wie eine Kerze.
  • 2: Die Zwei erinnert an einen Schwan.
  • 3: Ein Dreizack hat drei Zacken.
  • 4: Das Kleeblatt vier Blätter.
  • 5: Die Hand hat fünf Finger.
  • 6: Der Rüssel des Elefanten sieht aus wie die Sechs.
  • 7: Die Form der Sense ähnelt einer Sieben.
  • 8: Die Acht spiegelt sich in der Sanduhr wieder.
  • 9: Ein Piratenhaken sieht aus wie eine 9.

Wenn ihr euch dann also einen seltenen Code, wie 8093 merken wollt, stellt ihr euch einfach vor, dass ihr mit einer Sanduhr (8) die Zeit abwartet, bis eure Eier (0) fertig sind. Die kochenden Eier holt ihr mit einem Piratenhaken (9) aus dem Wasser und esst sie mit Messer und Dreizack (3).

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