22.05.2019 | Verkehr & Mobilität Im Video: Wütender Polizist nimmt sich nach Unfall dreiste Gaffer zur Brust

Nach einem tödlichen Unfall auf der Autobahn A6 nahe Nürnberg hat ein Polizist mehrere Gaffer zur Rede gestellt. Die Unbelehrbarkeit der fotografierenden Auto- und LKW-Fahrer brachten den Beamten so in Rage, dass er sie mit dem Toten konfrontieren wollte – als Schocktherapie.

Bildmaterial: NEWS5

Nach einem einem schweren Unfall auf der A6 in Mittelfranken hat ein Polizist rot gesehen und Gaffern die Meinung gegeigt. Bei dem Unfall zwischen Roth und dem Kreuz Nürnberg-Süd kam ein 47-jähriger Lkw-Fahrer ums Leben. Als wäre das nicht schon schlimm genug, versuchten immer wieder Auto- und Transporterfahrer während der Fahrt, Fotos von der Unfallstelle zu machen. Auf der Gegenfahrbahn kam es aufgrund der Schaulustigen zu einem kilometerlangen Stau.

Konfrontationskurs als Schocktherapie

Stefan Pfeiffer von der Verkehrspolizei Feucht hielt die Gaffer an und konfrontierte sie mit ihrem pietätlosen Verhalten. „Willst du die Leiche sehen?“, fragte der Polizist die Gaffer. „Nein? Warum machst du dann Fotos?“ Immer wieder stellte er Auto- und Brummifahrer zu Rede, die am Unfall vorbeifuhren und ihre Smartphones oder Tablets zückten. Für die meisten blieben Pfeiffer nur diese Worte übrig: „Schämen Sie sich!“

Polizist: Bußgelder reichen nicht

Mehrmals platzte Stefan Pfeiffer der Kragen an diesem Dienstag (21.05.): „Es ist erschreckend, mit wie wenig Empfinden die Leute mit dieser Lage hier umgehen.“ Seine Erfahrung zeigt ihm, dass er zu anderen Mitteln als Bußgeldern greifen muss. „Nur 128,50 Euro zu verlangen und sie weiterzuschicken, dabei ist der Lerneffekt relativ gering“, so Pfeiffer. Also konfrontiert er die dreisten Gaffer mit der Situation: „Wir stellen fest, dass das die Leute schockiert und klar macht, dass das kein Spiel ist, sondern bittere Realität.“