22.04.2022 | Wetter Sternschnuppenregen: Hier seht ihr die Sternschnuppen jetzt am besten

Nach den sternschnuppenarmen Wintermonaten ist jetzt wieder was los am bayerischen Nachthimmel: Die Lyriden-Sternschnuppen sind aktiv. Wie ihr einen Blick auf die Sternschnuppen erhaschen könnt, lest ihr hier.

Foto: pixabay / adege

Seit April flitzen wieder Sternschnuppen über den Nachthimmel. Seit vergangener Woche ist der Meteorstrom der Lyriden aktiv – Höhepunkt ist in der Nacht von 22. April auf 23. April. Aber auch in den Tagen danach könntet ihr noch die eine oder andere Sternschnuppen entdecken.

Zwei verschiedene Zeitpunkte sind wichtig bei einem Sternschnuppen-Regen: Zum einen der errechnete Moment des Maximums, an dem die Erde auf den Meteor-Strom trifft. Zum anderen der Zeitpunkt, an dem der Radiant, also der Ausgangspunkt möglichst hoch am Himmel steht.

Hier seht ihr die meisten Sternschnuppen

Der Höhepunkt des Lyriden-Schauers findet in diesem Jahr abends am 22. April um neun Uhr statt. Aber leider ist der Abend kein guter Beobachtungszeitpunkt für die Lyriden, weil ein Großteil der flitzenden Meteore vom Horizont und den Dunstschichten geschluckt wird. Doch die Lyriden sind sehr wankelmütig - das Maximum kann auch Stunden davor oder danach eintreten. Auch in der Nacht davor und danach gibt es etliche Sternschnuppen zu entdecken.

Wetter ausschlaggebend

Ob ihr einen guten Blick auf den Sternschnuppenschauer habt, hängt vor allem vom Wetter ab. Denn nur, wenn der Himmel wolkenfrei ist, sind die Sternschnuppen gut sichtbar. Das wird im Freistaat eher wechselnd bewölkt, im Alpenvorland oft hochnebelartige Bewölkung. In Mittelfranken, der Oberpfalz, in Schwaben und im Allgäu könntet ihr mit etwas Glück ein paar Sternschnuppen entdecken. 

Morgenstunden günstig für die Lyriden

Wirklich günstig wären für die Lyriden-Sternschnuppen allerdings eher die Morgenstunden. Denn der Ausgangspunkt der Lyriden liegt im Sternbild Leier (lateinisch: Lyra), nahe dessen hellstem Stern Wega. Dieses Sommer-Sternbild taucht im April erst gegen zehn Uhr abends über dem Horizont im Nordosten auf. Gegen Mitternacht ist die Leier dann allmählich so hoch, dass der Radiant günstig für die Sternschnuppensuche steht. 

Je später, desto besser: In den Morgenstunden sind die Bedingungen für die Lyriden normalerweise am besten, dann steht die Leier hoch im Südosten. Erst zwischen vier und fünf Uhr wird es allmählich zu hell für die Sternschnuppen. Die besten Chancen, möglichst viele Lyriden zu entdecken, gibt es nach Mitternacht und bis zum Mondaufgang morgens.

So viele Sternschnuppen gibts zu zählen

Zum Höhepunkt der Lyriden flitzen zwischen 14 und 23 Sternschnuppen pro Stunde über den Nachthimmel. Dreißig Stunden vor oder nach dem Höhepunkt sind noch mindestens halb so viele unterwegs, manchmal auch länger. 

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