10.05.2022 | Bayern Telekom-Warnstreiks in Bayern: Was das für euch bedeutet

Die Gewerkschaft ver.di hat zum Beginn der dritten Tarifverhandlungsrunde bei der Deutschen Telekom ab Dienstag, den 10. Mai 2022, erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Das vom Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot wurde abgelehnt. Die Gewerkschaft will mehr Gehalt für die Arbeitenden.

Foto: Federico Gambarini/dpa

Zeitgleich zur dritten Verhandlungsrunde bei der Deutschen Telekom ruft ver.di am Dienstag, den 10. Mai 2022, in Bayern erneut zum Warnstreik auf. Nach zwei ergebnislosen Tarifverhandlungsrunden will die Gewerkschaft Verdi den Druck in den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Telekom erhöhen.

Bis zu 2000 Streikende erwartet

Wie bereits in der ersten Warnstreikwoche werden bis zu 2000 Streikende in Bayern erwartet, darunter auch Auszubildende und Dual-Studierende. 

„Die Kundinnen und Kunden der Telekom müssen mit Einschränkungen wie Terminausfällen beim technischen Service und in der Montage, langen Wartezeiten in der Hotline und längeren Zeiten bei der Entstörung rechnen“, 

erklärte Manfred Doppler von ver.di Bayern.

Wo wird gestreikt?

Gestreikt wird ganztägig an den Telekom-Standorten in:

  • Augsburg
  • Ingolstadt
  • Kempten
  • Weilheim
  • München
  • Landshut
  • Deggendorf
  • Passau
  • Nürnberg
  • Bayreuth
  • Bamberg
  • Regensburg
  • Weiden
  • Rosenheim
  • Traunstein
  • Schweinfurt
  • Aschaffenburg
  • Würzburg
Wo finden Demonstrationen statt?

Demonstrationen der Streikenden finden in:

  • München
  • Bamberg
  • Nürnberg

statt.

„Die Beschäftigten erwarten von der Arbeitgeberseite in der morgen beginnenden dritten Verhandlungsrunde ein einigungsfähiges Angebot. Das werden sie mit ihren Aktionen noch einmal in aller Deutlichkeit klarstellen“, 

sagte ver.di-Arbeitskampfleiter Tim Feise.

Warum wird gestreikt?

In der laufenden Tarifrunde fordert ver.di unter anderem eine Gehaltserhöhung um sechs Prozent und zudem eine Komponente zur Steigerung der Einkommensgerechtigkeit. Zusätzlich sollen die Vergütungen für Auszubildende und für Studierende in dualen Studiengängen überproportional um 80 Euro pro Monat steigen. Die Tarifverhandlungen betreffen bundesweit rund 55.000 Tarifbeschäftigte, Auszubildende und dual Studierende.

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