22.05.2019 | Bayern Wohnhausexplosion: Kripo ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Rettenbach am Auerberg (dpa/lby)- Nach der Explosion eines Wohnhauses im Allgäu haben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung gegen Unbekannt aufgenommen. «Am Endstück einer Flüssiggasleitung hat ein Deckel gefehlt. Das Gas konnte durch das Erdreich zum Haus gelangen», sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Vermutlich ist die Leitung vor zwei Jahren durch Bauarbeiten auf dem Grundstück beschädigt worden.

Die Trümmer eines explodierten Wohnhauses liegen in einem Neubaugebiet in Rettenbach. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Foto: Karl-Josef Hildenbrand Die Trümmer eines explodierten Wohnhauses liegen in einem Neubaugebiet in Rettenbach. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Rettenbach am Auerberg (dpa/lby)- Nach der Explosion eines Wohnhauses im Allgäu haben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung gegen Unbekannt aufgenommen. «Am Endstück einer Flüssiggasleitung hat ein Deckel gefehlt. Das Gas konnte durch das Erdreich zum Haus gelangen», sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Vermutlich ist die Leitung vor zwei Jahren durch Bauarbeiten auf dem Grundstück beschädigt worden.

Das Haus in Rettenbach am Auerberg (Landkreis Ostallgäu) war zwar nicht an das Flüssiggasnetz im Ort angeschlossen, allerdings führt eine Hauptringleitung durch das Neubaugebiet. Diese endete in etwa einem Meter Entfernung zum betroffenen Haus. Wie die «Augsburger Allgemeine» berichtete, hat die Betreiberfirma die Leitungen von jedem Haus überprüft, um ein weiteres Gasunglück im 900-Einwohnerdorf auszuschließen.

Bei der Explosion am Sonntag kamen ein Vater und seine siebenjährige Tochter ums Leben. Die Mutter liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Zwei Söhne überlebten, da sie zum Zeitpunkt der Explosion nicht im Haus waren. Das Landratsamt hat zu einer Spendenaktion für die betroffene Familie und die Nachbarn aufgerufen.