25.04.2022 | Deutschland Ein Euro pro Tag: Umwelthilfe fordert teureres Anwohnerparken

Die Deutsche Umwelthilfe fordert, dass das Parken für Anwohner teurer wird. Wie teuer genau, das lest ihr hier.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Wer in der Nähe seiner Wohnung parken möchte, solle laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) bald mehr zahlen müssen. 

Mindestens 360 Euro

Die Gebühren fürs Anwohnerparken sollen laut DUH bei mindestens 360 Euro im Jahr liegen - also ca. ein Euro pro Tag. Jedes Jahr steige die Zahl der in Deutschland zugelassenen Autos um eine halbe Million an - gleichzeitig würden die zugelassenen Autos immer länger, breiter und schwerer werden, so der DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. Trotzdem würden Anwohnerinnen und Anwohner in den meisten Städten mit ihren riesigen SUV und Pick-ups für nur 8 Cent pro Tag den öffentlichen Raum zustellen dürfen, so Resch weiter.

Die DUH fordert:

"Gebühren müssen so hoch sein, dass Menschen, die nicht auf ihr Auto angewiesen seien, ihren Pkw-Besitz hinterfragen."

Verglichen mit den Kosten für Bus- und Bahntickets sei eine Gebühr für Anwohnerparkausweise von mindestens 360 Euro pro Jahr immer noch niedrig, so die DUH.

Rote Karte für Bayern

Die DUH hat grüne, gelbe und rote Karten an die Bundesländer verteilt - je nachdem, für wie angemessen die DUH die Gebühren fürs Anwohnerparken dort hält. Da Bayern bisher nicht entschieden habe, ob die Kommunen mehr Möglichkeiten bei der Gebührenerhebung bekommen sollen, hat die DUH dem Freistaat eine rote Karte gegeben.

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