17.01.2022 | Deutschland Von sechs auf drei Monate: Genesen-Status verkürzt

Bislang galt man nach einer Corona-Infektion sechs Monate lang als genesen. Das RKI hat jetzt Änderungen beschlossen. Künftig ist der Status "Genesen" nur noch drei Monate gültig. Was jetzt genau gilt:

Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Bislang galt man nach einer Corona-Infektion 180 Tage lang als "genesen". Das ändert sich jetzt aber mit einer Verordnung der Bundesregierung, die am 15. Januar in kraft getreten ist. Demnach verkürzt sich der Status als Genesener von sechs auf drei Monate. Nach Ablauf dieser Zeit wird eine Auffrischungsimpfung empfohlen.

Das Robert-Koch-Institut schreibt dazu:

Ein Genesenen-Nachweis muss aus folgenden Vorgaben entsprechen:

1.) Die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion muss durch eine Labordiagnostik mittels PCR-Test erfolgen

2.) Dabei muss das Datum der Abnahme des positiven Tests mindestens 28 Tage zurückliegen.

3.) Das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.

Bestehende Nachweise nur noch drei Monate gültig

Die Regelung gilt auch für schon bestehende Gesenenen-Nachweise, auch diese sind fortan nur noch maximal drei Monate gültig. Dabei ist noch nicht geklärt, wie der Nachweis technisch in den Apps umgesetzt werden kann. Denn dort haben die Zertifikate noch einen gültigen Zeitraum von sechs Monaten.

Neue Quarantäne-Regelung

Darüber hinaus veröffentlichte das RKI auch neue Empfehlungen zu den Quarantäne-Regelungen: Infizierte und Kontaktpersonen können ihre Isolation nach sieben Tagen mit einem Schnell- oder PCR-Test beenden. Wer in der Pflege oder in der Medizin arbeitet, kann die Quarantäne erst nach sieben Tagen mit einem PCR-Test beenden. Wer zwei Tage lang symptomfrei ist, der darf dann auch wieder zur Arbeit.

Wer eine Infektion durchgemacht hat oder nur zweifach geimpft ist, der ist nur in den ersten drei Monaten nach der zweiten Impfung bzw. nach der Erkrankung von der Quarantäne befreit.