19.05.2022 | Deutschland Vorbereitung auf Herbstwelle: Das soll ein neuer Impfstoff können

Die Bundesregierung will 830 Millionen Euro für einen neuen Impfstoff des Herstellers Moderna ausgeben. Der soll gleich gegen mehrerer Varianten wirken.

Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Schon seit Wochen sind die Impfzentren leer und Spritzen gegen das Coronavirus kaum noch gefragt. Trotzdem will die Politik Vorbereitungen treffen für eine mögliche weitere Corona-Welle im Herbst.

Erweiterter Impfstoff

Die Bundesregierung hat dazu eine neue Strategie beschlossen. Unter anderem sieht sie vor, einen neuen Impfstoff vom Hersteller Moderna zu kaufen. Der soll bei verschiedenen Corona-Varianten wirken, noch ist er aber nicht auf dem Markt. 

Pandemie nicht vorbei

Obwohl in Deutschland gerade Impfstoff im Überfluss vorhanden ist, will Gesundheitsminister Karl Lauterbach weitere Dosen über die EU bestellen. Der SPD-Politiker begründet das so: 

"Die Pandemie ist nicht vorbei und die Impfstoffe werden benötigt. Wir wissen nicht, welche Varianten im Herbst uns konfrontieren werden."

Die Bundesregierung will offenbar zeigen, dass sie aus den vergangenen beiden Pandemie-Jahren gelernt hat und vorbereitet sein, wenn die Zahlen wieder nach oben gehen und Impfstoffe stark nachgefragt werden. Lauterbach möchte allen, die wollen, auf jeden Fall eine vierte Impfung anbieten.  

weitere Vorbereitungen

Zusätzlich hat Deutschland schon vor Wochen einen zweiten Impfstoff beim deutschen Hersteller Biontech bestellt. Dieser ist allerdings nur an die neue Omikron-Variante angepasst.  

Und die Impfzentren sollen offenbleiben, dazu bekommen Länder und Betreiber bis zu 100 Millionen Euro pro Monat.

Der Blick auf Bayern

Auch bei uns im Freistaat zielen alle Vorbereitungen darauf ab, dass im Herbst die vierte Impfung für alle anstehen könnte. Das sagt Gesundheitsminister Holetschek.  

Er fordert außerdem die Ständige Impfkommission auf, eine Empfehlung einer zweiten Auffrischungsimpfung für alle zu prüfen. Sie wird in Deutschland aktuell ab 70 Jahre und für Beschäftigte im Gesundheitswesen empfohlen.

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