19.01.2022 | Deutschland Zweitimpfung bei Johnson&Johnson nötig: Böse Überraschung für Millionen Deutsche

Die Vorteile von Johnson&Johnson lagen zum Start der Impfkampagne auf der Hand: Ein Pieks sollte reichen - mehr als fünf Millionen Deutsche entschieden sich für den Impfstoff des britischen Herstellers. Spätestens jetzt kommt aber die böse Überraschung: Viele gelten jetzt plötzlich als nicht mehr geimpft - die Regelungen für J&J wurden geändert.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Mehr als fünf Millionen Deutsche haben sich bislang mit dem Vakzin von Johnson&Johnson impfen lassen. Vor allem auch wegen eines Arguments: Eine Impfung sollte ausreichen, danach galt man als vollständig geimpft - bis jetzt!

Denn die digitalen Impfnachweise sollen in Deutschland an jüngste EU-Vorgaben sowie an Erkenntnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffs von Johnson&Johnson angepasst werden. Umgesetzt werden soll damit die Vorgabe der Europäischen Union, nach der Impfzertifikate in der EU künftig nur noch neun Monate nach der Grundimmunisierung gültig sind, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte.

Millionen Menschen verlieren Impfstatus

Im Zuge dessen soll in Deutschland demnach auch eine Änderung beim Vakzin von Johnson&Johnson umgesetzt werden. Als geimpft mit vollständigem Grundschutz gilt man in Deutschland nun erst dann, wenn auf die Johnson&Johnson-Erstimpfung eine weitere, zweite Impfung erfolgt. 

Dies solle möglichst mit einem mRNA-Vakzin wie dem von Biontech/Pfizer oder Moderna erfolgen. Der vollständige Grundschutz ist etwa für die Einhaltung von 2G-Zugangsregeln nötig. Diese Änderung gelte seit dem Wochenende und solle nun technisch umgesetzt werden, sagte der Sprecher. Mit diesem Schritt soll einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission nachgekommen werden.