26.11.2021 | Welt Nur noch 9 Monate: EU will Gültigkeit der Impfnachweise kürzen

Die EU will die Gültigkeit der digitalen Impfnachweise verkürzen, um die Booster-Impfungen voranzutreiben. Dafür sollen auch die Einreiseregeln angepasst werden. Alle Details zum Nachlesen hier.

Foto: dpa / Stefan Puchner

Trotz der steigenden Impfquoten ist die Pandemie weiter in vollem Gange. Das Coronavirus mutiert und breitet sich weiter aus. Inzwischen wissen wir, dass die Wirkung der Impfstoffe nach vier bis sechs Monaten nachlässt. Die Europäische Union plant deshalb, die Gültigkeit der Impfzertifikate zu verkürzen. Bisher waren die Zertifikate ein Jahr gültig.

Neun Monate

Die EU-Kommission will die Gültigkeit der digitalen Impfzertifikate von zwölf auf neun Monate nach der Grundimpfung verkürzen. Demnach soll schon ab 10. Januar 2022 nur noch ein Impfnachweis gültig sein, der nicht älter als neun Monate ist.

Über die Umsetzung der Pläne der Kommission wird jetzt der Ministerrat, bestehend aus den Regierungschefs der EU-Mitgliedsländer, beraten.

Das Problem

Aktuell werden die Auffrischungsimpfungen allerdings noch in einigen Ländern nicht für jede Altersgruppe zugänglich gemacht. Hier soll die geplante zeitliche Begrenzung der Impfzertifikate auch die Regierungen unter Druck setzen.

Booster-Gültigkeit

Wie lange der Impfschutz nach der Booster-Impfung wirkt, ist noch nicht klar. Deshalb will die Kommission erst, wenn es genügend wissenschaftliche Erkenntnisse gibt entscheiden, wie lange das Zertifikat nach einem Booster gültig bleiben soll.

Technische Umsetzung unklar

Noch offen ist, wie die Verkürzung der Laufzeit technisch umgesetzt werden soll. In Deutschland lassen sich die Impfnachweise unter anderem in der CovPass- und der Corona-Warn-App digital hinterlegen. Die Frist, innerhalb derer ein solches Zertifikat beim Aufruf als gültig angezeigt wird, könnt beispielsweise nachträglich per Update angepasst werden.

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